"Surfen" 2004 auf Sal


Letztes Update: 19.12.04

(11.12.-17.12) "Surf"-Woche vor Weihnachten: Sal / Kap Verden

Eine spontane Urlaubswoche kurz vor Weihnachten war heuer überraschend noch drin, und nach reiflichem Studium der Kataloge hab ich mich entschieden: Auf die Kap Verden soll's gehen. "Wo der Passat überwintert", heißt's in den Katalogen, und: "Hier bläst er zuverlässig wie ein Diesel-Aggregat"...

Na ja, nach 4 Tagen Flaute war ich da am Mittwoch abend schon gründlich anderer Meinung, und heute - nach der Rückkehr aus Sal -  steht meine Windbilanz für diese Woche endgültig fest: kein einziger Tag mit Gleitwind! Bin kein einziges Mal aufs Brett gestiegen (obwohl's am Sonntag und gestern bei mageren 3 Bft. zum Rumschippern schon gereicht hätte ...) und kann die Frage, wo der Passat überwintert, daher nur so beantworten: "keine Ahnung, aber hier jedenfalls (diese Woche!) nicht!"

OK, Pech mit dem Wind ist eine Sache. Trotzdem war's für mich eine relaxte und gelungene Urlaubswoche und Flucht ins Warme. Allzu überzogene Erwartungen sollte man an einen Kap Verden Urlaub aber nicht haben... 


Die Kap Verden: 9 Inseln und etwas Kleinkram drum herum 

Die Kap Verde Inseln liegen ca. 1500 km südlich der Kanaren, westlich von Afrika, etwa auf der Höhe des Senegal.

Auf Sal, einer der kleinsten Inseln, hat's ein tolles Surf-Revier, das vor allem jetzt im Dezember mit angenehmen Temperaturen und gleichmäßigem Wind aufwarten soll. Das mit den Temperaturen ist richtig! Das mit dem Wind hat (für "meine" Woche) nur insofern, als er gleichmäßig unter der Gleitwindgrenze geblieben ist ... 

Rechts die Detail-Karte von Sal. Ein recht überschaubares Eiland: Nord- Süd- Erstreckung vielleicht 25 km, Ost-West gute 10 km!

Der Surf-Spot liegt ganz unten im Süden bei Santa Maria.


Santa Maria auf Sal,
 nur 15 Transfer-Minuten
 vom Flugplatz entfernt 


(11./12.12.) Anreise, Hotel und Surfstation


Skeptischer Blick beim letzten Weißbier
 in München, Gate C06 


Die Maschine der TACV im Nebel 


Kurz nach dem Start ist alles anders:
Grandioses Alpen-Panorama!

Nach gut 6 Stunden Flug: Die Landung auf Sal International Airport ist noch nicht gerade die Offenbarung! 

Ich werde aber immerhin individuell vom Flughafen abgeholt: Birgit; die Fun+Sun-Repräsentantin, hat zwar noch 5 Transfer- Gäste auf ihrer Liste, aber die kommen nicht... VIP-Service also bis nach Santa Maria, Hotel Leme Bedje


Der Blick über den Strand ist schon etwas verheißungsvoller: Da sollte man's schon eine Woche aushalten können!


Hotel Leme Bedje, mein Quartier

Der Pool, direkt neben meinem Zimmer

Mein Schlafzimmer, nur ein Teil meines Appartments ...

Die Planet-Surfstation

Alles bestens - außer: dem Wind!

Nochmal die Surf-Station

(13./14.12.) Orts-Erkundung und Strandwalk


Welches ist die größere Flasche?

Eins der Nobel-Hotels direkt am Strand!
Leider beeinträchtigt es den Strand-Walk:
 Man muss weiträumig drum rum marschieren!

Auch hier ist Weihnachtsdekoration angesagt!
Der Stolz des Ortes: Der Steg:

Für unsere Verhältnisse reichlich desolat!

Aber auf dem Steg tobt das Leben: Die Fischer kommen dort mit ihrem Fang an, und für die Touris ist's ein willkommenes Spektakel, wenn die Fische sachgerecht in ihre Einzelteile zerlegt werden. Der Abtransport der geldbringenden Teile erfolgt per Schubkarren!   

Am Steg von Santa Maria ist einiges los: Einheimische Fischer und Touristen vermischen sich. Ohne Probleme ... 
Beim ausgedehnten Strandwalk heute gab's unerwartet noch was Weiteres zu sehen: Den Versuch, ein gestrandetes Motorboot zu bergen. Trotz aller Anstrengungen gelang es aber leider nicht, das Teil den Fluten, bzw. dem Sand zu entreißen... 

Da sieht man wieder mal, wie mächtig das Meer ist, mit seinem einfachen, aber stetigen Wirken ... 


(15.12.) Weiter Warten auf Wind ...

Die Surfstation Planet I präsentiert sich heute morgen zwar vor farbenprächtiger Wolken-Kulisse, aber das war dann auch schon alles! Vom Passat-Wind, der hier "überwintern" soll, leider auch heute keine Spur ...

Na dann schau ich mir halt die Fotos von Safaga an, und setz' noch das ein oder andere auf die bisher etwas vernachlässigte Safaga-Seite ...


Friedlich schlummert die Surfstation im Morgenlicht. Leider blieb's den ganzen Tag dabei ... 

Die Abendstimmung am Leme Bedje-Strand ist auch nicht schlecht, und für morgen ist die Wind-Prognose wieder etwas verheißungsvoller. 2 Tage hab ich ja noch ...

(16.-18.12.) Kap Verden Finale

Ums gleich zu sagen: Auch die letzten beiden Tage haben's windmäßig nicht rausgerissen. In dieser Hinsicht war's ein Total-Ausfall! Dafür hab' ich noch ein paar wind-unabhängige Fotos gemacht ...
<< Nette Geste
An jeder Zimmertür im Leme Bedje hängt seit Mittwoch eine kleine Weichnachts- Figur. So auch bei mir auf Zimmer Nr. 1

Das liebe Geld >>

Der Cap Verden Escudo (ECV) ist fest an den Euro gekoppelt: 1 EUR = ca. 110 ECV. Auf der Straße und im Hotel nimmt man's aber 1:100, also 10% Verlust für den EURO- Gast. Und das bei ohnehin heftigen Preisen!

Eine Halbe Bier (meine weltweit gültige Preis-Mess-Latte) kostet im Restaurant knapp 3 EUR und im "Supermarkt" immerhin 1.20 EUR! Noch teuer wird's bei Touri-Ware wie T-Shirts: Satte 29.- EUR verlangt man für ein T-Shirt mit "Cabo Verde Logo". Nein Danke!

Noch mal am Steg: Ein guter Tag heute für die Fischer: Kapitale Fische im Netz (und im Schubkarren)

<< Die Fischerboote
und das unverschämt türkisblaue Wasser gehören zum normalen Ambiente hier

Der stolze 2-Master >>

zierte nur einen Tag lang die Hafen- Silhouette: Ein "Kreuzfahrt-Schiff" für Individualisten. Nur eins ist nicht an Bord: Surfbretter! (Braucht man aber auch nicht unbedingt hier!)


Die Mistral-Surf-Station vor dem Belorizonte-Hotel: Ein Riesen-"Ufo" mit rel. langen Wegen zum Wasser: der Strand ist hier 100 m breit!


Die Planet II Station vor dem Morabeza-Hotel: Klein und mit Kite-Zone! Aber auch hier geht's erst mal über den Sand ...


Der 5 km lange Sandstrand von Santa Maria: Super!

<< Die Wetterstation
Obwohl man ja als Surfer ein eigenes Gespür für den Wind entwickelt hat, schaut man halt doch zur Bestätigung immer wieder auf die "offiziellen" Werte. Und die waren z.B. typisch: 3 Bft mit 8,3 Knoten ... Gleitwind? Wohl eher nicht! 

Die "Happy Hour Zone" >>

im Leme Bedje ist der beliebte Apres-Surf-Treff hier. Von 17:30 bis 18:30 zwei Getränke zum Preis von einem. Da kommt das Surf-Volk zusammen! Und auch durchaus zahlreicher, als im Schnappschuss rechts festgehalten ..


Bar und Frühstücks-Terrasse im Leme -Bedje 


(17.12.04) OK, ein paar Surfer waren schon draussen, aber ihr seht ja selber: Der Bringer ist das nicht  ... 

Am Freitag abend war's dann soweit: Die Woche ist vorbei, es geht zurück ins winterliche München: Der Direkt-Flug mit der TACV geht um 1:00 morgens!

Das Angenehme dran: Man hat noch den ganzen Freitag als Urlaubstag. Mit "day use" kann man auch das Zimmer noch bis abends nutzen. Tagsüber also noch keinerlei Aufbruchstimmung! Sogar für ein paar Abschieds-Bierchen an der Surf-Bar langt's noch, bis wir dann um 22:30 abgeholt werden.

Im Flieger schläft sich's zwar nicht besonders, aber ich hatte wieder eine komplette 3er Sitzreihe für mich, und da geht's dann schon einigermaßen.

Ankunft am Samstag früh um halb 10 ist auch ganz schön: Das Wochenende hat man dann noch vor sich ...

>>
Kontrast-Programm daheim: Blick aus
 dem Fenster am Sonntag mittag: Brrrr!


Noch ein paar Infos zu Sal / Kapverden:


Surf-Seite

Surf-Historie

Home Page


(C) 2004 Gerhard Fenzl