Per Bike über die Alpen
auf der Via Claudia Augusta
11. bis 18. Juni 2018


Letztes Update: 20.06.18                                     Wer neu hier ist, sollte zuerst die Vorgeschichte lesen

Aktuelles Gästebuch   1. Tag 2. Tag   3. Tag 4. Tag   5. Tag 6. Tag 7. Tag 8. Tag Vorgeschichte

Aktuelles

17.06.18: Geschafft! Wir sind am Gardasee!

Heute startete unsere 7. und letzte Etappe. Hoch über Torbole haben wir gegen Mittag zum ersten Mal den Gardasee gesehen, dann ging's noch runter an den See und weiter nach Riva.

Jetzt lassen wir die Super-Tour in Limone ausklingen, und morgen geht's dann im VW-Bus zurück nach Hause.


08.06.18: Gästebuch eingerichtet

Wir sind natürlich vor, während und auch nach unserer Unternehmung an eurer Anteilnahme und an euren Kommentaren interessiert. Deshalb habe ich heute mit Hilfe von my-gaestebuch.de ein kostenloses Gästebuch für diese Seite eingerichtet.

Ihr könnt hier ganz einfach Kommentare abgeben oder nur mal nachschauen, was andere schon geschrieben haben. Auch Web-Links, Fotos und Youtube-Videos könnt ihr beisteuern. Es ist also wie WhatsAppen (na ja, fast ...)

Hier geht's zum Gästebuch (genauso wie oben im Menü)


31.05.18: Das e-Bike und die beiden ersten Übernachtungen sind gebucht! - Das Projekt nimmt Fahrt auf!

Flori und Bea haben heute informiert: Die ersten beiden Übernachtungen sind gebucht, und auch das e-Bike für Mathias ist unter Dach und Fach! Wir haben jetzt noch 11 Tage Zeit, evtl. weitere Details zu besprechen und ein Fein-Tuning vorzunehmen, aber das Projekt steht!

Am 11. Juni geht's los!

Unsere ersten beiden Übernachtungsquartiere sind:

vom 11. auf 12. Juni logieren wir in Lermoos im Hotel Grieserhof.

vom 12. auf 13. Juni sind wir in Zams einquartiert, und zwar im Hotel Thurner.

 

 

Weitere Quartiere buchen wir dann von unterwegs, wenn wir erste Erfahrungen haben, wie gut (oder schlecht) wir vorwärts kommen.

Für die Vorplanung waren uns insbeson- dere folgende Bike-Führer eine große Hilfe:

Der bikeline Führer:

Der paRADiseguide:

Ich setze hier absichtlich keine Links, weil ich keine Werbung betreiben will. Wer sich dafür interessiert, wird die einschlägige Literatur zum Thema finden ...

 


28.05.18: Testfahrt - Andechs-Runde - alles OK!

Heute fand - bei Traumwetter! - unsere Testfahrt statt. Mathias hatte dafür den Höhenradweg um das Kloster Andechs gewählt, eine ca. 20 km lange Runde mit mäßigen Steigungen und Abfahrten (jeweils ca. 200 hm). Diverse Testpunkte konnten wir dabei erfolgreich abhaken:
Punkt 1: Bea hatte ihre VW-Bus-Premiere - und hat sie mit Bravour bestanden 

Punkt 2: Wir sind im VW-Bus mit 4 Leuten und 4 Fahrrädern von Steinebach nach Andechs gefahren (und hinterher wieder zurück): Es ging problemlos. Auf der echten Tour haben wir diese Konstellation nur bei der Anfahrt nach Füssen, bei der Rückfahrt von Italien, und wenn's zwischendrin Situationen geben sollte, wo wir alle im Auto fahren. Eher unwahrscheinlich! Aber jederzeit möglich.

Punkt 3: Mathias hat fleißig trainiert und diese 20km-Runde hat ihn nicht überfordert. Im Gegenteil: Eine zweite Runde wäre durchaus möglich gewesen. Auf Gefälle- Strecken lässt's Mathias krachen, bei Steigungen kommt er an seine Grenzen, und je langsamer es wird, umso mehr kommt auch sein Parkinson-Zittern zum Zuge.

Punkt 4: Tagesetappen von 40 bis 60 km erscheinen uns absolut realistisch, deswegen haben wir die ersten beiden schon festgelegt:
Etappe 1: Von Füssen nach Lermoos (35 km, 450 hm) 
Etappe 2: Von Lermoos nach Landeck oder Zams (57 km, 500 hm)
Flori wird sich vorab um die Quartiere in diesen beiden Orten kümmern, die weiteren Übernachtungen buchen wir dann nach und nach von unterwegs. 

Punkt 5: Mathias hat das Angebot angenommen, auf ein e-Bike umzusatteln. Das wird ihm vor allem an den Steigungen sehr nützlich sein.


Start zur Testfahrt am Parkplatz Andechs


Gut unterwegs!


Das Ziel ist in Sicht: der Heilige Berg!

Hier noch 2 Fotos von Bea:


Kurze Rast in Frieding


Verdienter Einkehrschwung in Andechs


Die Tour: "Cross Alps 2018"

1. Tag: Von Füssen nach Lermoos (35 km, 450 hm)

Unsere Start-Etappe verlief wie geplant, und sie hatte schon eine ganze Menge "Erlebniswert" aufzubieten. Zunächst ging's harmlos los: In Pasing holten wir das Miet- Pedelec für Mathias ab, um 11 starteten wir mit Mathias von Steinebach Richtung Füssen, um ca. halb eins ging's dann für 3 Radler auf die Strecke. Zunächst 14 km nach Reutte / Österreich.

Dort trafen die Radler am Begleitfahrzeug ein, nur wenige Minuten, bevor dann ein Unwetter mit Hagel tobte. Das konnten wir im VW-Bus aussitzen, und kurze Zeit später ging's weiter Richtung Lermoos. Bea übernahm den VW-Bus, ich stieg in die Pedale. Bald kamen sehr steile Steigungen auf uns zu, an denen uns Mathias mit seinem Pedelec natürlich davon zog. Pech nur: er übersah die entscheidende Abzweigung, und so hatten wir uns gleich mal verloren! Nach einer guten halben Stunde fanden wir uns wieder, aber in Zukunft muss das Radlteam beinander bleiben, und wenn jemand mal voraus fährt, muss er an angemessener Stelle auf die anderen warten! Lektion 1, sozusagen.

Im weiteren Verlauf erwischte uns dann das 2. Gewitter des Tages ziemlich direkt, und aufgrund einer falschen Weg-Wahl mussten wir dann auch noch die Bahngleise auf offener Strecke queren. Der Akku des Pedelecs kam auf den letzten Steigungen ins Schwächeln (er war heute morgen nur zu 4/5 geladen), aber wir waren ja schon kurz vorm Ziel und erreichten den Grieserhof so gegen halb 5. Bea war schon da, hatte den Check-In organisiert und das Gepäck auf die Zimmer gebracht. So soll's sein!

Fazit: Eine gelungene erste Etappe mit einigen unerwarteten "Schmankerln".


10 Uhr: Wir holen in Pasing das e-Bike ab


11 Uhr: Startklar in Steinebach


12:30 Uhr Radlstart in Füssen


Zwischenstopp in Reutte (A): Wolkenbruch mit Hagel ...


... wir haben's im Bus ausgesessen


Kurz danach geht's weiter: noch 21 km bis Lermoos


Idyllische Strecke


Manchmal geht's auch bergauf


Nicht alle schafften's bis Lermoos


Ungeplanter Bahnübergang


Im Grieserhof angekommen: Finisher-Bier auf der Terrasse


Tolle Bergkulisse vom Zimmerbalkon aus. Nein, die Zugspitze ist nicht dabei!


2. Tag: Von Lermoos nach Zams (53 km, 500 hm)

Heute war der Fernpass angesagt. Immerhin ein Anstieg von 500 Höhenmetern. Deswegen wollten wir auch um 9 Uhr starten. Etwas später wurde es dann doch, weil Mathias den Sattel noch optimiert haben wollte, weil Bea den Autoschlüssel suchte (der an der Tür steckte) und ich noch eine Weile nach der SD-Karte meiner Kamera fahndete (die in der Kamera steckte, von dieser aber nicht erkannt wurde).


Start in Lermoos


Halt! Wo ist meine SD-Karte?


Die Zugspitze hüllt sich in Wolken


Auf beschaulichen Wegen Richtung Biberwier

Auf der ersten Etappe bis zum Weißensee war Flori unser VW-Busfahrer, ab dort übernahm dann Bea das Steuer. Mathias strampelte mit vollgeladenem Akku tapfer die für ihn unangenehme Schotter-Strecke hinauf. Der Radlweg folgt der alten Römerstraße, und der alte Passübergang lag deutlich höher als der jetzige, so dass wir sozusagen "von  oben" zum Fernpass runter fuhren. Auf den letzten Metern legte Mathias dann einen ungeplanten Abstieg hin: Die abschüssige Schotterstrecke ging in Asphalt über, aber zahllose Biker vor uns hatten den Schotter auf den Asphalt verfrachtet, eine tückische Konstellation!

Die Abfahrt vom Fernpass zum Fernsteinsee hatte es dann wirklich in sich: starkes Gefälle auf schmalen Schotterwegen, teils ging's auf der linken Seite in den Abgrund, teils gab's Schiebestrecken, die sogar versierten Mountainbikern zur Ehre gereichen. Aber: wir haben's ohne weitere Zwischenfälle gepackt. Respekt, Mathias!

Die Mittagspause am Fernsteinsee hatten wir uns redlich verdient, und von hier aus ging es nun deutlich entspannter auf landschaftlich tollen Strecken runter ins Inntal.


"Wasser"-Pause und Fahrerwechsel am Weißensee


Der Weißensee


Auf der alten Römerstraße geht's rauf zum Fernpass


Am Fernsteinsee angekommen


Kleine Blessuren inbegriffen!


Weiter geht's


Easy Going Downhill
Anfahrt nach Imst

Das Wetter hatte sich den ganzen Tag gut gemacht: Bewölkt zwar, aber trocken. Auf dem Innradweg kurz hinter Imst bekamen wir dann aber die tägliche Nachmittags- Dusche ab. Hatte aber auch was, denn seit heute können wir behaupten: Wir haben die Inntal-Autobahn zum Unterstellen genutzt, und zwar nicht unter einer Brücke, sondern in einem schmalen Fußgängertunnel, in dem das Wasser zunehmend anstieg.

Die letzten ca. 10 km nach Zams blieben nicht ganz trocken, aber das Schlimmste hatten wir überstanden. Flori legte ordentliches Tempo vor, Mathias zog nach, und ich    kam auch noch mit.

Im Gasthof Thurner hatte Bea, unsere "Check-In-Beauftragte", schon wieder alles klar gemacht, allerdings funktioniert die Handy-Kommunikation mit Flori noch nicht richtig: Wir brauchten 10 Minuten, um an der Rezeption unsere Zimmernummern zu erfragen, obwohl Bea diese dem Flori längst mitgeteilt hatte.

Das Abendessen war chinesisch, denn das Haus ist in chinesischer Hand. Und so gab's beim Bezahlen einen warmen Pflaumenwein aufs Haus, bevor wir dann unsere Balkon-Bar eröffneten ...

Fazit: Eine schwere Etappe, die wir aber erfolgreich gemeistert haben


Unter der Inntal-Autobahn


10 Minuten vorher war's hier noch trocken!


Der Schauer ist vorbei


Im Inntal, wenige km vor unserem Etappenziel Zams


Abendessen mit Tirolerisch-Chinesischem Touch


Die Balkon-Bar ist eröffnet ...


3. Tag: Von Zams über den Reschenpass nach Prad

Für die heutige Etappe hatten wir ja gestern Abend schon diverse Optionen diskutiert. Rausgekommen ist dabei: wir fahren alle bis Nauders im Auto. Wer möchte, kann von dort die restlichen Höhenmeter zum Reschenpass hochstrampeln und es dann auf der italienischen Seite bergab rauschen lassen.

Das Wetter war wie angesagt: Dauerregen seit der Nacht! Es gab also einen ganz entspannten Vormittag, den ich u.a. dazu nutzte, beim örtlichen Fahrradfachgeschäft meines Vertrauens die Schaltung meines Bikes einstellen zu lassen. Mehrmals war mir nämlich in den letzten Tagen beim Runterschalten die Kette rausgesprungen. Das passierte dann allerdings auch heute wieder, so dass ich mich frage: Waren die 20 € für die Katz', oder liegt ein Bedienungsfehler vor ...

Mittags starteten wir dann wie geplant alle im Auto Richtung Nauders. Dort regnete es immer noch, also weiterhin kein Grund zur Eile! Im Bistro eines Supermarkts machten wir weiter Pause, aber so gegen 14 Uhr wollten wir los! Mathias war heute eher weniger für's Radln zu begeistern, vermutlich steckte ihm die gestrige Abfahrt vom Fernpass noch in den Knochen - und im Hirn. Also sattelten Flori und ich die Räder, Bea und Mathias fuhren im Auto weiter. Am Reschenpass wollten wir unbedingt ein gemeinsames Foto machen, es wurde aber nur eins vom "österreichischen" Reschenpass. Die eigentliche Passhöhe liegt in Italien, aber da gab's keinen Foto-Stop mehr.

Der Regen ließ allmählich nach, und nach der hügeligen, aber landschaftlich tollen Umfahrung des Reschensees und des Haidersees erlebten Flori und ich eine grandiose Abfahrt über mehr als 20km, auf perfekten Radwegen, bestens markiert und ausgeschildert: Ein Traum! Wir konnten's wirklich rauschen lassen.

An unserem Quartier, dem "Gasthof Stern" angekommen, beschäftigte uns zunächst ein technisches Problem am VW-Bus: Seltsamerweise lässt sich die Lehne der Sitzbank nicht mehr umklappen! Und da war die Frage: Wie bekommen wir jetzt das Pedelec von Mathias wieder raus? Es klappte aber, so dass das Problem zum Problemchen runtergestuft werden konnte, um das ich mich morgen Nachmittag mal kümmern werde.

Der Abend im Stern war geprägt von Pizza, Rotwein, aufkommenden Diskussionen - und unserer Balkon-Bar mit erweitertem Sortiment ...

Fazit: Beste Stimmung, morgen geht noch mehr!


VW-Bus-Start in Zams bei Regen um ca. 12 Uhr


Radl-Start in Nauders bei Regen um ca. 14 Uhr


Ca. 14:30: Die Regenjacke kommt auf den Gepäckträger


Unser "Passfoto" - Höchster Punkt der Strecke? Na ja: Fast!


Abfahrt vom Reschensee zum Haidersee


Unsere Balkon-Bar öffnete heute um 21:30 Uhr ...


... Prost auf die morgige Etappe nach Latsch (kurz vor Meran)


4. Tag: Von Prad nach Latsch

Unser heutiges Etappenziel stand fest: Pension Dietl in Latsch (kurz vor Meran). Aber: wir sind nicht einfach von Prad weitergefahren, sondern Bea und Mathias sollten auch die Möglichkeit haben, die fantastische Abfahrt vom Reschenpass zu erleben. Deswegen fuhren wir nochmals rauf zur Staumauer des Reschensees. Bei traumhaftem Wetter war die Abfahrt von hier nach Prad vielleicht das Highlight der gesamten Tour?

In Prad gab's dann einen Fahrerwechsel: Ich übernahm die Fahrt nach Latsch. Gerade als ich mich von dort aus aufmachen wollte, den Radlern entgegen zu fahren, standen sie schon vor der Tür! Wir waren also schon mittags mit unserer Radl-Etappe fertig! Gut so, denn es ergab sich ein sehr vergnüglicher Nachmittag in Latsch.

Highlight des Tages war das "Pool-Interview", das ich aufgezeichnet habe und hier in einer ersten Version (33 MB) einstelle (ich bin noch auf der Suche nach Optimierungen).

Das Pool-Interview zur Halbzeit (mp4, 33 MB)

Ansonsten war auch lustig, dass ich mich als Rasenmäher verdingen konnte (sonst hätten wir uns den Pool nicht leisten können ...).

Es gibt vom heutigen Tag so viele Fotos, dass ich mit der Auswahl momentan überfordert bin. Dazu kommt ein wackliges Netz. Also: Noch etwas Geduld bitte! Vorerst nur das Wichtigste:


Das Pool-Interview


Heutiger Radl-Start am Reschen-See


Tolle Berg-Kulisse im Hintergrund


Ja, ich hab' tatsächlich Gras gemäht ...


... während sich's die anderen schon gut gehen ließen!


Spektakuläre Wasser-Szenen ...


... Mathias taucht ein ...


... und hält sich unter Wasser!


Ein völlig entspannter Nachmittag lässt grüßen


5. Tag: Von Latsch nach Tramin

Heute sind wir bei perfektem Wetter nach Meran gefahren. Ich im VW-Bus, die anderen per Bike. In Meran war die Hölle los, aber wir schafften es, auch dort Ruhe zu bewahren. Am Kirchplatz gab's ein nettes Plätzchen für unsere Mittagspause, sogar mit anspruchsvoller Straßenmusik. Nachmittags übernahm Flori das Steuer, während wir auf tollem Radweg an der Etsch entlang weiterradelten. Bei Bozen wechselten wir erneut die Besetzung: Bea übernahm den VW-Bus und Mathias wurde ihr Copilot. Auf Flori und mich wartete jetzt ein Anstieg von ca. 200 hm, rauf nach Eppan, dann gings auf einer Art Höhenrücken traumhaft durch die Weinberge, die Abfahrt von Kaltern zum Kalterer See war ein Hochgenuss, das letzte Stück rauf nach Tramin dann wieder etwas schweißtreibend.

Aber im Hotel Rechtenthal wartete ein kühles Bier und ein großer Pool auf uns. In der Pizzeria gab's abends nicht nur leckeres Essen und eine tolle Aussicht übers Tal, sondern auch eine Besonderheit der speziellen Art: Der Sohn des Hauses hatte 2009 bei "Wetten Dass" mitgemacht. Er hatte gewettet, dass er es schafft, in 5 Minuten, auf einem Motorrad fahrend, eine Pizza zuzubereiten und zu backen. Er hat die Wette gewonnen und ist seither wohl der Held von Tramin. Das Motorrad samt Pizzaofen kann man bewundern, ebenso wie diverse Zeitungsartikel.

Später am Abend öffnete wieder unsere Balkon-Bar. Heute hatten wir einen gemeinsamen Balkon. Weil ich eine Melodie summte, die jeder kannte, deren Titel aber niemand nennen konnte, gab's eine Musik-Recherche (es war "Games People Play" vom weltbekannten Joe South) und danach eine veritable Oldie-Hitparade (Youtube macht's möglich!). Ich hatte nach jedem letzten Lied noch ein allerletztes auf Lager, Mit "The longest time" von Billy Joel ließen wir's dann kurz vor halb eins bewenden.

Für Mathias ging das Akustik-Erlebnis allerdings weiter: Er stand mitten in der Nacht auf und machte unsere Balkontüre zu: Das sonore Grundgeräusch aus dem Nachbarzimmer vertrug sich nicht mit seinem leichten Schlaf...


Start in Latsch


Mittagspause in Meran


Da darf's schon mal ein Eisbecher sein


Durch die Obstgärten


Immer an der Etsch entlang


Eben bzw. flussabwärts


Willkommener Einkehrschwung


Flori radelt uns entgegen und bringt Bier mit


Jetzt sind wir erstmals alle vier mit dem Radl unterwegs


Bozen mit Hintergrund


Teamwechsel bei Bozen


Burg Sigmundskron


Flori und ich sind wieder an den Pedalen




Tolle Landschaft um Kaltern und den Kalterer See


Pizzaessen mit Fußball im Rücken


Das "Wetten-Dass-Pizza-Motorrad" von 2009


Ausgelassene Stimmung auf unserem Balkon


6. Tag: Von Tramin nach Trient (ca. 45 km)

Vom heutigen Tag kann ich gar nicht so viel berichten, denn ich bin Auto gefahren, und den vereinbarten Zwischentreff in Mezzolombardo haben die Radler "geschmissen", weil sie einfach an der Etsch weitergefahren sind. Immerhin wurde ich in Mezzocorona Zeuge einer Italienschen Hochzeit.

Nach dem Check-In im Flybike-Hotel am "Trento International Airport" bin ich den dreien dann entgegen geradelt, und es hat nur ca. 10 min gedauert, dann waren wir (für das kurze letzte Stück) wieder zu viert auf den Radln unterwegs.

Nach einer Brotzeit im Zimmer und situativ-individueller Augenpflege fuhren wir abends ins Zentrum von Trento. Kurze Besichtigung des Doms und der Innenstadt, dann Abendessen. Zurück am Hotel noch ein gemütliches Bier vorm Bistro, aber heute weder Oldie-Hitparade noch Balkon-Bar (wir haben keinen Balkon).


Nach dem Frühstück geht's erst mal in den Pool


Abfahrt so gegen 11 Uhr


Plan und Realität stimmen nicht immer überein ...


Der Kirchplatz von Mezzocorona


Nebenan gab's grad eine Hochzeit


Die Radler hielten sich heute hauptsächlich an die Etsch


Flach zwar, aber bei 30 Grad nicht zu unterschätzen


Unterwegs Richtung Trento


Der Dom von Trient



Piazza del Duomo


7. Tag: Von Trient zum Gardasee (ca. 45 km)

Heute stand unsere letzte Tagesetappe auf dem Programm. Und getreu dem Motto "wir gehen's locker an" nahm Mathias die Option wahr, bis zum Zwischenstopp in Mori (ungefähr die Hälfte der Strecke) im VW-Bus mitzufahren. Ihm war wichtig, selbst zum Gardasee einzufahren. Und so haben wir's dann auch gemacht!

Die letzte Teilstrecke von Mori bis Torbole war wieder recht hügelig, schließlich hatten wir uns in Mori vom Etschtal verabschiedet. Es ging noch über den Passo San Giovanni (287m), und obwohl so manche Webseite über den Pass spottet: Für uns war's noch mal ein richtiger Anstieg, bei dem der kleinste Gang bzw. die größte Pedelec-Stufe gefordert waren.

Belohnt wurden wir mit einem traumhaften Blick über den Gardasee, hoch über Torbole, und mit einer finalen Abfahrt (10% Gefälle) runter an den See.


Das Logo des Flybike-Hotels in Trento ist uns Ansporn


Mathias ist bereit!


Start: Wir bleiben aber am Boden


Eine von mehreren Etsch-Brücken, die Flori und ich querten


Treffpunkt in Mori mit Getränkeaufnahme


Ab Mori tritt auch Mathias wieder in die Pedale


Ganz schön was los auf dem Radlweg


In Richtung Passo San Giovanni wird's noch mal steil


Hoch über Torbole sehen wir erstmals den Gardasee


Eine rauschende finale Abfahrt runter nach Torbole


An der Strandpromenade entlang ...


... nach Riva


Die letzten Radl-Meter!

Bea empfing uns an perfekter Stelle in Riva. Sie hatte die 1,90m Höhenschranken großzügig ignoriert. Der VW-Bus ist mindestens 2m hoch, aber die 1,90m Schranken waren wohl gut 2,30m hoch. Also, nach kurzem Disput: Easy Going. Und zum Glück kein VW-Bus Cabrio!

Ein weiteres Thema war, ob man von Riva nach Limone radeln kann. Die Antwort ist: Man kann! Aber entweder geht's auf der Küstenstraße durch Tunnels und Galerien auf der Hauptstraße entlang (nicht zu empfehlen), oder es geht über die Berge. Ein aktuelles Projekt will einen durchgängigen Ufer-Radlweg schaffen. Erste Aktivitäten haben wir heute bereits gesehen!

Für uns war schon die Ankunft in Riva ein Highlight. Nach Limone sind wir mit dem Auto gefahren. Im dortigen Hotel Silvana und dem angeschlossenen Campingplatz gab's den besten Pool der Woche, eine Flasche Prosecco, spendiert von Mathias, ein Abendessen mit Blick über den See, und eine Balkon-Bar-Session mit Musik-Wünschen und ebenfalls Blick über den See.

Fazit: Besser hätte das Finale unserer Cross-Alps-Tour nicht ausfallen können!


Diesen Pool in Limone haben wir uns jetzt wirklich verdient!


Relaxen ist angesagt


Und immer wieder der tolle Blick übern See


Wir waren aber (ohne Mathias) auch unten am See. Hier gibt's einen weitläufigen Kiesstrand. Den Campingplatz merk' ich mir!


Wir waren auch IM See!


Ohne Worte!


Mathias gibt eine Runde Prosecco aus


Im Restaurant direkt am See: Prost!


Finaler Absacker auf dem Seeblick-Balkon: Wieder mit Wunschkonzert


Und noch ein Blick vom Balkon über den nächtlichen Gardasee


8. Tag: Heimreise (ca. 380 km)

Heute war wieder ein Traumtag am Gardasee, aber für uns stand die Heimreise auf dem Programm. Flori und ich nahmen noch ein kurzes Bad im Pool, und dann wurde der VW-Bus gesattelt. Um 10 Uhr waren wir startklar und die Heimfahrt verlief unspektakulär, so dass wir Mathias im Lauf des Nachmittags zu Hause abliefern konnten. Nach kurzem, aber emotionalem Abschied brachten wir dann ohne Stress das Pedelec zurück zum Fahrradgeschäft Stahl in Pasing. Herzlichen Dank an dieser Stelle den beiden Pedelec-Sponsorinnen Elfi und Schnecki!

Wir waren uns alle einig: Es war eine tolle Tour mit ganz viel Spaß!

Sehr gelobt wurde auch mein VW-Bus. Er war das ideale Begleitfahrzeug, mit dem wir unkompliziert 4 Personen, 4 Räder, Gepäck und Proviant transportieren konnten. Die Campingausrüstung haben wir (bis auf den Kühlschrank) nicht gebraucht, aber wenn mal eine Brotzeit angesagt war, waren Teller, Gläser und Besteck an Bord. Bis auf eine kleine Komplikation mit der Rückenlehne der Sitzbank am Tag 4 gab's keine technischen Probleme. Und wir sind alles in allem 1.015 km gefahren!


Wieder ein grandioser Tag am Gardasee


Wir sind startklar! Links oben unser Seeblick-Balkon


Und ein letzter Blick zurück nach Limone


Die Vorgeschichte

Die Sache nahm am 1. Februar ihren Anfang: Da besuchten Bea und Flori unseren Bekannten Mathias, und just in dem Moment, als Mathias von seinem "entfernten Wunsch" erzählte, nochmal per Bike die Alpen zu durchqueren, zückte Bea das blaue Kuvert mit der STM-Spende und sagte, dass ihn das der Erfüllung dieses Wunsches jetzt näher bringen könne.

In meiner Antwort auf die Dank-Mail von Mathias schrieb ich: "Mach es!", und das wiederum gab Mathias "richtig etwas Feuer unter den Hintern" und er fing an, regelmäßig zu trainieren.

Jetzt muss man dazusagen: Mathias leidet seit 18 Jahren an einer Parkinson-Erkrankung, die ihn nicht nur körperlich einschränkt, sondern auch seine finanziellen Möglichkeiten stark begrenzt. Deshalb auch die STM-Spende.

Aber: Die Idee war geboren, zusammen mit Bea und Flori haben wir Realisierungsmöglichkeiten diskutiert, und am 21. März machten wir dann bei einer Vorbesprechung "Nägel mit Köpfen": Mathias hatte die Via Claudia Augusta als Strecke rausgesucht, wir einigten uns auf den Termin 11. bis 18. Juni und mein VW-Bus wurde als Begleitfahrzeug fest eingeplant, so dass wir völlig flexibel und unabhängig sind.


STM-Spendenübergabe am 1. Februar 2018


(C) 2018 Gerhard Fenzl