| Badische Zeitung vom 30. März 2006 |
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Mit Rekorden ist erstmal Schluss |
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Rund 12 000 Starter beim 3. Freiburg-Marathon am Sonntag |
![]() Auch wenn in diesem Jahr rund 2000 Läufer weniger starten sollten, wird es doch zumindest auf den ersten Kilometern möglich sein, wieder in der Masse unterzutauchen. (FOTO: DDP) |
FREIBURG. Der Freiburg-Marathon, Südbadens größte Laufveranstaltung, entwickelt sich stabil weiter. Neue Rekorde wird es an diesem Sonntag aber kaum noch geben: Rund
12 000 Läuferinnen und Läufer erwartet Organisator Gernot Weigl bei der dritten Austragung. Das wären rund 2000 weniger als vor einem Jahr. Vor allem der harte Winter sei verantwortlich für den Rückgang, so
Weigl. Viele Läufer hätten erst spät mit dem Training begonnen. Die Preiserhöhung um fünf Euro pro Starter habe hingegen keine Rolle gespielt.
“Wir bewegen uns preislich unter den Top Ten in Deutschland nach wie vor im Mittelfeld”, sagte Weigl gestern, als er die Pläne für den 3. Marathon gemeinsam mit Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon und Wirtschaftsförderer Bernd Dallmann vorstellte. “Die Begeisterung für den Marathon ist meines Erachtens ungebrochen” , sagte OB Salomon: “Und das will etwas heißen nach diesem Winter in Freiburg.” Viele Läufer seien nun einfach noch nicht weit genug in der Vorbereitung und hätten deshalb nicht gemeldet. Ausdrücklich würdigte Salomon das Verständnis der Anwohner entlang der 21,1 Kilometer langen Strecke und das Engagement der Helferinnen und Helfer, die das größte Breitensport-Event in Südbaden erst ermöglichten. |
| Salomon bat die Läuferinnen und Läufer zudem ausdrücklich darum, der so genannten Spendenmatte zu Gunsten der Tsunami-Opfer am Sonntag einen Besuch abzustatten. Sie liegt bei Kilometer 8,5 am Holzmarkt und ist nach Angaben der Organisatoren so eindeutig gekennzeichnet, dass es kaum möglich ist, sie versehentlich unter die Füße zu nehmen. Jeder Läufer, der auf der Matte registriert wird, spendet so fünf Euro an die Aktion “Südbaden hilft” . Mit dem Geld werden Flutopfer der südindischen Region Chengalpattu unterstützt. Registriert und abgerechnet wird über den Chip, den jeder Läufer am Schuh trägt, damit seine Zeit gemessen wird. Bernd Dallmann, Chef der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH, hob gestern die touristische Bedeutung des Massenlaufs hervor. Weigl habe bei mehr als 80 Veranstaltungen im In- und Ausland für den Marathon geworben und mit seiner Firma Runabout GmbH rund 80000 Euro in diese Werbung gesteckt. Nicht zuletzt deshalb hat sich nach Weigls Worten die Zahl der ausländischen Teilnehmer gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Es sei nur natürlich, dass sich die Teilnehmerzahlen nach dem stürmischen Wachstum der beiden ersten Jahre nun stabilisierten. Auch gebe es immer mehr Konkurrenz. In Deutschland würden mittlerweile 160 Marathons organisiert. Freiburger führen am Sonntag das Feld der Favoriten bei den Männern an. Vorjahressieger Max Frei startet um 11.05 Uhr ebenso über die volle Distanz von 42,195 Kilometern wie Ulrich Benz, der das Debüt vor zwei Jahren für sich entschied. Die Marathoni laufen die Strecke zweimal, sie werden zwischen Messe und Sport-Uni wieder von 42 Bands angefeuert. Beim Halbmarathon, der um 14 Uhr gestartet wird, könnte der Vorjahreszweite Jonathan Post diesmal zuerst ankommen. Bei den Frauen wird über die Langdistanz Vorjahressiegerin Birgit Bartels aus Kirchzarten ganz vorn erwartet. Die 21,0975 Kilometer könnten Barbara Imgraben (Britzingen), Beatrice Egger (Küttigen/Schweiz) und Gudrun Heinemann (Freiburg) unter sich ausmachen. |