| Badische Zeitung vom Mittwoch, 01. April 2004 |
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Freiburg läuft in die Top Ten |
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7523 Starter beim
1. Freiburg Marathon bedeuten erste Liga bei den Stadtläufen |
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Von unserem Mitarbeiter Hans-Walter Neunzig |
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Das Konzept "Masse statt Klasse" ist aufgegangen: Mit insgesamt 7523 Startern (gemeldet hatten 8768) ist dem 1. Freiburg-Marathon auf Anhieb der Sprung in die Top Ten der deutschen Städtemarathons gelungen. So eine erste Bilanz des Organisations- Leiters Gernot Weigl von der Agentur "runabout". Damit ist auch klar, dass es im nächsten Jahr, diesmal am 3. April, eine Neuauflage des Laufklassikers durch und um Freiburg geben wird. 4838 Starter (darunter 1385 Frauen) haben am vergangenen Sonntag die Halbmarathon-Distanz von 21,1 Kilometern in Angriff genommen, 2685 (darunter 406 Frauen) trauten sich die klassische Marathondistanz von 42 195 Meter zu. Und die meisten waren gut vorbereitet, wie die "Aussteigerquote" zeigt: 95,2 Prozent der Starter erreichten beim Halbmarathon tatsächlich auch das Ziel, beim Marathon waren es sogar 99,6 Prozent. Noch in einem anderen Bereich ist der Freiburger Marathon Spitze: 42 Prozent der Läuferinnen und Läufer reisten von Zielen außerhalb der Region an, damit ist Freiburg der Lauf mit der höchsten Gästequote in Deutschland. |
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"Wir haben da eine typische
Win-Win-Situation", bilanziert FWT-Chef Bernd Dallmann, "Sowohl
das Image der Stadt, der Tourismus, der Einzelhandel wie auch alle Läuferinnen
und Läufer haben davon profitiert." Tatsächlich, so haben Umfragen
des Veranstalters ergeben, hat der Laufboom für den Einzelhandel Früchte
getragen. Einige Sportgeschäfte der Stadt haben im ersten Quartal
Umsatzsteigerungen bis zu 40 Prozent im Bereich des Laufsports verzeichnet.
Bedingt durch den hohen Anteil der auswärtigen Gäste, hatten auch die
Hotelbetriebe eine bessere Auslastung als im Vorjahr. Und, das wird Dallmann
besonders gerne hören, Freiburg ist in aller Munde: 146 Zeitungen und
Zeitschriften haben über den 1. Freiburg-Marathon berichtet.
Noch nicht in der Gewinnzone ist der Veranstalter "runabout": Die Premiere des Freiburg-Marathons schloss, bedingt durch "enorme Anfangsinvestitionen", mit einem Defizit von rund 120 000 Euro. Doch bei "runabout" ist man zuversichtlich. Spätestens bei der dritten Auflage wollen die Organisatoren schwarze Zahlen schreiben. Der Vertrag mit der Stadt wurde für sieben Jahre geschlossen. "Wir haben noch ein unglaubliches Potenzial in der Region", glaubt Weigl. Die Premiere hat auch organisatorische Schwächen offen gelegt, die nun in Gesprächen mit allen Beteiligten beseitigt werden sollen. Dies betrifft zum einen den zu knapp aufeinander geplanten Start der beiden Läufe, wodurch die Spitze des Marathons Slalom um die langsameren Läufer des vorher gestarteten Halbmarathons laufen musste. Hier denkt man für das nächste Jahr an einen gemeinsamen Start beider Läufe, unter Umständen auch in zeitversetzten Startblöcken. Auch an der Strecke, die teilweise an der Kapazitätsgrenze angekommen war, muss noch gefeilt werden. |