Polizistin läuft für's Wobl Nach dem Marathon gleich
zum Dienst
(ad) - Ein spontaner Anruf, einfach aus dem Bauch:
Unsere Leserin Bianca Schmidbauer meldete sich auf unsere
Aktion und war bereit für uns beim Marathon zu laufen. Sie ist
Polizeiobermeisterin beim Unterstützungskommando in der
Bad-Schachenerstr. in München, blond, 26 Jahre jung und fit
wie ein Turnschuh. Das hat sie am Sonntag ganz klar bewiesen.
Sport treibt sie schon aus beruflichen Gründen, aber auch aus
Freude und als Herausforderung. Sie macht Triathlon, geht ins
Fitness-Studio und seit 18 Jahren spielt sie in ihrem
Heimatort in Niederbayern Fußball in der Bezirksoberliga. "Das
hat schon in der Kindheit auf dem Bolzplatz angefangen!"
Für den Lauf hat ihr der Chef extra eine Stunde
freigegeben. Denn eigentlich ist Dienstbeginn um 13.30 Uhr,
dann heißt es Einsatz beim Fußballspiel SV Unterhaching gegen
Wolfsburg. Und unsere Polizistin ist Unterhaching-Fan! Wir
trafen uns eine Stunde vor Startbeginn. Es ist ihr erster
Marathon und ein bisschen aufgeregt ist sie schon. "Ob ich die
42 Kilometer durchhalte, weiß ich nicht. Vielleicht sage ich
auch hinterher, dass ich das nie wieder mache!" gab sie
lächelnd zu. Aber dann lief sie sich erst einmal warm vorm
Start. Vorsichtshalber hatte sie ihren Walkman mitgenommen.
"Wenn's nicht mehr geht, muss die Musik eben weiterhelfen!"
Pünktlich um 9.00 Uhr fällt der Startschuss und für unsere
Läuferin mit der Startnummer 5183 wird es ernst. Wird sie es
schaffen? Wir drücken die Daumen und warten gespannt.
Bei bestem Wetter und in bester Stimmung feuerten die
Münchner die Marathonläufer begeistert an. "Das ist irgendwie
ein Supergefühl und bringt einen wirklich weiter", sagt uns
Bianca Schmidbauer später. Aufmunternde Zurufe für die
Polizistin kamen auch von ihren Kollegen, die den Marathonlauf
auf Motorrädern begleiteten und sicherten. "Die haben sogar
Erinnerungsfotos von mir gemacht. Das finde ich echt toll!"
Nach 4 Stunden und 14 Minuten war es dann soweit: Geschafft,
das Ziel erreicht! "Eine Zeit, mit der ich mega zufrieden
bin!", sagt die glückliche Läuferin. Auf die Frage, ob sie
beim nächsten Mal wieder dabei sein wird antwortet sie noch am
Ziel "ja, ich glaube schon. Ich bereue es nicht!" Gekämpft hat
sie, aber ab Kilometer 35 lief es gut, da war das Ende in
Sicht. Die letzten 5 Kilometer konnte sie sogar noch zulegen
und das Tempo erhöhen. Das war wirklich eine Super-Leistung!
"Jetzt freue ich mich wahnsinnig auf eine Dusche!" , sagte
unsere Polizistin und anschließend ging es gleich zum Einsatz
ins Fußballstadion. Alle Achtung!
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