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Statistik
Gesamt:
6.284 Marathon: 5.397 Frauen : 759 Männer: 4.638
Inlineskating:
887 Frauen: 234 Männer: 653 Erstteilnehmer: 2.179 Ausländer:
575
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Bericht Medien-Marathon
München, 15. 10. 2000
Schnelle
Zeit, viele Teilnehmer und schönstes Wetter
Münchener
Medien Marathon startete mit 6.202 Teilnehmern:
Weltklassezeiten
bei gelungener Marathon-Premiere
Als der Kenianer Michael Kite
und sein Landsmann Joel Sankale nach 42 Kilometern quer durch München die
letzten Meter an den bis zum letzten Platz gefÜllten ZieltribÜnen
vorbeispurteten, war die Frage nach dem Sieger immer noch nicht
entschieden. Erst auf dem allerletzten von 42.195 Metern verwies Kite in
der Weltklassezeit von 2:09:46 Stunden seinen Konkurrenten um Brustbreite
auf Rang zwei. Jubelnd schloss Renndirektor Gernot Weigl den MÜnchener
Marathon-Triumphator in die Arme und ordnete die von niemandem erwartete
Superzeit sogleich ein: "Hinter Berlin sind wir in der Bestenliste der
deutschen Marathonläufe mit unserer Siegerzeit die Nummer
zwei!"
Kaum waren die 6.202 am frühen Morgen im MÜnchener
Stadtteil Freimann gestartet, verzog sich der Herbstnebel und optimale
Bedingungen sorgten fÜr viele bei dieser Marathon-Premiere gelaufene
persÖnliche Bestzeiten. Da machten auch die beiden ToplÄufer dieses in
jeder Beziehung gelungenen Herbsttages keine Ausnahme. Der in Italien
lebende Sieger verbesserte seinen Rekord um mehr als dreieinhalb Minuten
wÄhrend der zweitplatzierte Sankale seine bisherige Bestzeit mit einer
Steigerung um mehr als fÜnf Minuten auf 2:09:47 Stunden geradezu
pulverisierte.
Die Grundlage fÜr diese Superzeiten hatte der
Tempomacher James Tanui gelegt. Seine Zwischenzeit bei der HÄlfte der
klassischen Marathon-Distanz wich nur um zwei Sekunden von der vor dem
Rennen festgelegten Wunschzeit ab. Als Tanui nach 25 km seine
FÜhrungsarbeit erledigt hatte und aus dem Rennen ausstieg, ließ sich die
Spitze nicht auf taktische GeplÄnkel ein, sondern setzte konsequent auf
die Tempokarte. Der glÜckliche Michael Kite wurde dafÜr mit 12.000 DM
SiegprÄmie und einer zusÄtzlichen SonderprÄmie von 25.000 DM fÜr das
Unterbieten der Zeitbarriere von 2:10 Stunden belohnt.
Lange Zeit
blieb auch die Entscheidung bei den Frauen offen. Die Polin Elsbieta
Jarosz lief - begleitet vom ebenfalls laufenden Ehemann - durch den
Englischen Garten. Ein Schritt dahinter folgte hartnÄckig die Äthiopierin
Meseret Kotu. Auch als das LÄuferfeld zwischen den Kilometern 9 und 16 an
den touristischen HÖhepunkten MÜnchens vorbeilief, Änderte sich an dieser
Situation nichts. Erst als die Gruppe die Medienmeile in UnterfÖhring
durchlaufen hatte, konnte die in Breslau lebende Jarosz ihre ganze
Erfahrung als SpitzenlÄuferin umsetzen und sich bei km 38 durch einen
Zwischenspurt entscheidend absetzen. Nach 2:37:33 Überlief die 29-jÄhrige
die Zeitnahme-Matten im Ziel. FÜr ihre um zehn Jahre jÜngere Konkurrentin
Meseret Kotu blieben die Uhren bei 2:38:19 Stunden stehen.
Maria
Bak, die drittplatzierte Frau in 2:51:40 Stunden, hatte 1996 die letzte
Auflage des von einem anderen Veranstalter durchgefÜhrten
MÜnchen-Marathons gewonnen. Diesmal nahm sie das Rennen ganz locker: "Ich
bin in MÜnchen gestartet, weil ich mich Über die Auferstehung des
MÜnchener Marathons gefreut habe. Aber da ich mich in meinem Saisonaufbau
bereits in der Regenerationsphase befinde, habe ich das Rennen vor allem
als Gaudi angesehen." Viel Spaß machten die 42.195 Meter durch die
bayerische Landeshauptstadt auch der schnellsten MÜnchnerin Bernadette
Hudy: "Die Stimmung war ganz toll. Jeder am Streckenrand schien mich zu
kennen. Das hat mich sehr motiviert." Die Zweite der deutschen
Marathonmeisterschaften 1992 lief in ihrer Heimatstadt als Vierte in
2:55:14 Stunden ins Ziel.
Ihre positive EinschÄtzung der Premiere
des Medien Marathons deckte sich mit der EinschÄtzung des
Veranstaltungs-Chefs Gernot Weigl: "Das Team hat zweieinhalb Jahre an der
Planung dieser Veranstaltung gearbeitet. Zuletzt schufteten wir Tag und
Nacht. Als Lohn haben wir heute einen unglaublich schÖnen Tag erlebt. Die
Begeisterung war riesig und unsere Veranstaltung hat schon nach der ersten
Auflage die Akzeptanz von SpitzenlÄufern und Breitensportlern
gefunden."
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